Wörterbuch

Überall im Leben begegnen sie uns und auch auf dieser Website machen sie uns das Leben schwer: Fremdwörter. Damit Sie nicht im Kauderwelsch ertrinken, hier ein kleines Wörterbuch.

Es erläutert Ihnen die wichtigsten Begriffe, die auf dieLurche.de verwendet werden. Zusätzlich werden noch Übersetzungen ins Wissenschaftliche und Englische geliefert - wo dies für einen der Begriffe möglich und sinnvoll ist.

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  BEGRIFF ENGLISCH WISSENSCHAFTLICH ERKLÄRUNG
nach oben Alpenmolch Alpine newt Triturus alpestris Weitere Informationen zu diesem Begriff finden Sie im Bestimmungsschlüssel.
nach oben Alpensalamander Alpine salamander Salamandra atra Weitere Informationen zu diesem Begriff finden Sie im Bestimmungsschlüssel.
nach oben Amnion Amniotic animals Amnion Die Embryos der Amnioten (siehe in diesem Wörterbuch) sind von membranartigen Hüllen umgeben. Das Amnion ist die innerste dieser Hüllen. Es schützt den Embryo vor Verdunstung und sorgt durch kontrollierten Stoffaustausch für weitgehend stabile Verhältnisse im Ei, Das Amnion ist es, das den Landwirbeltieren die Fortpflanzung in den verschiedensten Lebensräumen ermöglicht. Das Amnion ist es, das die Embryonalentwicklung außerhalb flüssigen Wassers endgültig möglich gemacht hat.
nach oben Amnioten Amniotic animals Amniota Wirbeltiere, deren Embryos von membranartigen Hüllen umgeben sind. Zu ihnen gehören die Kriechtiere (Reptilien), Vögel und Säugetiere. U.a. zum mechanischen Schutz sind die Eier der Amnioten zusätzlich von einer Schale umgeben. Neben dem Amnion haben sich noch weitere Eihüllen entwickelt: Das Chorion (die Serosa) und die Allantois (der Harnsack).
nach oben Anamnier anamniotic animals Anamniota Wirbeltiere, deren Embryo auf einem mehr oder weniger üppigen Dottersach sitzen, ohne von weiteren schützenden Eihüllen umgeben zu sein. Zu den Anamniern gehören die Fische und die Lurche (Amphibien).
nach oben Axolotl Axolotl Ambystoma mexicanum Schwanzlurch aus Mexiko (ausschließlich im Lake Xochimilco in Mexiko-City). Bis 30cm lang und 300g schwer. Die Wildform des Axolotl ist schwarz mit einer grünlich-silbernen Maserung. Axolotl können bis zu 13 Jahre alt werden. In ihrer Heimat ist die Art vom Aussterben bedroht. Ihr Lebensraum wird immer kleiner. Haltung und Zucht des Axolotl sind nicht schwierig. Weil sich die Wissenschaftler u.a. für ihre enorme Regenerationskraft interessieren, leben heute bereits mehr als 90% aller Axolotl in Gefangenschaft. In seltenen Ausnahmefällen kommt es spontan doch noch zur Metamorphose. Einfacher ist sie jedoch im Labor durch Zugabe von Schilddrüsenhormon auslösbar. Nach der Metamorphose haben Axolotl u.a. keine Kiemen mehr.
nach oben Bergmolch Alpine newt Triturus alpestris Weitere Informationen zu diesem Begriff finden Sie im Bestimmungsschlüssel.
nach oben Bilateraltiere Triploblasts Bilateria Tiere, deren Körperbau ein Oben und Unten (Rücken und Bauch; dorsal und ventral) erkennen lassen und deren rechte und linke Körperhälften zueinander symetrisch sind.
nach oben Blindwühlen Caecilians Gymnophiona, Apoda Blindwühlen kommen in den Tropen vor. Sie sind eine sehr interessante Amphibiengruppe, die hier allerdings nicht weiter besprochen wird. Für weitere Informationen empfehle ich Ihnen eine Recherche im Internet auf eigene Faust.
nach oben Blutegel leech (medical leech) Hirudo medicinalis Blutegel sind eigentlich Würmer - genauer gesagt: Ringelwürmer (Annelida). Damit sind sie mit dem Regenwurm verwandt. Blutegel können nach eiinem reichen Säugerblutmal mehrere Monate ohne Nahrung auskommen.
nach oben Caudata keine Angabe Caudata Schwanzlurche.
nach oben Chordatatiere Chordates Chordata Tierstamm, dessen Mitglieder sich durch das Vorhandensein einer sog. Chorda auszeichnen. Die Chorda ist eine saitenartige Stützkonstruktion, die sich im Rücken vom Kopf aus durch den ganzen Körper zieht. Die Chorda liegt auf dem sog. Neuralrohr. Zu den Chordata gehören auch die Wirbeltiere - nicht zuletzt also auch wir Menschen. Teile der Bandscheiben bilden bei uns die Reste der Chorda.. Das Neuralrohr wird bei uns als Rückenmark ausgebildet.
nach oben Erdkröte Common Toad Bufo bufo Weitere Informationen zu diesem Begriff finden Sie im Bestimmungsschlüssel.
nach oben Erdzeitalter keine Angabe keine Angabe In der Paläontologie wird die Geschichte der Erde in verschiedene Zeitalter eingeteilt. Für dieLurche.de bedeutsam sind die Zeitalter Devon (vor 319 bis 416 Millionen Jahren) und Karbon (vor 299 bis 359Millionen Jahren). Weitere Informationen zum Thema finden Sie z.B. bei Wikipedia.
nach oben Eukaryonten Eucaryonts Eucaryota Eukaryonten sind alle Lebewesen (auch der Mensch), deren Zellen von Membranen umschlossene Reaktionsräume enthalten (Zellkern, Mitochondrien, Cytoplasten). Ihre "Gegenspieler" sind die Prokaryonten (Bakterien, Blaualgen...).
nach oben explosionslaicher keine Angabe. keine Angabe. Wenn sich nahezu sämtliche Individuen einer Population zu einem bestimmten eng umgrenzten Zeitpunkt einmal im Jahr zur Fortpflanzung sprechen, dann spricht man von Explosionslaichern.
nach oben Fadenmolch Palmate newt Triturus helveticus Weitere Informationen zu diesem Begriff finden Sie im Bestimmungsschlüssel.
nach oben Feuersalamander Fire Salamander Salamandra salamandra Weitere Informationen zu diesem Begriff finden Sie im Bestimmungsschlüssel.
nach oben fossil fossil fossil Tier- und Pflanzenarten, die uns aus Versteinerungen bekannt sind. In der Regel handelt es sich dabei um ausgestorbene Arten. Ausgestorbene Arten, die nicht fossil sind, sind unbekannt. Das heisst keines Wegs, dass es außer den versteinerten und den heute lebenden Arten keine anderen Tiere und Pflanzen auf der Erde gegeben hat. Die meisten der ausgestorbenen Lebewesen dürften nicht fossil überliefert sein.
nach oben Froschlurche Anurodele amphibians Anura
(selten: Salientia)
Alle Lurche ohne Schwanz: Frösche, Kröten, Unken...
nach oben Frösche Frogs Ranidae Frösche im hier beschriebenen Sinne sind die Froschlurche der Familien Laubfrösche und echte Frösche. In Deutschland sind diese Tiere gekennzeichnet durch eine relativ glatte Haut sowie durch waagrechte nahezu runde Pupillen.
nach oben Funktion Physiology Physiologie Wissenschaft, die sich mit der Funktionweise verschiedener Lebensformen und deren Organe befasst.
nach oben Geburtshelferkröte Midwife Toad Alytes obstetricans Weitere Informationen zu diesem Begriff finden Sie im Bestimmungsschlüssel.
nach oben Gelbbauchunke Yellow-Bellied Toat Bombina variegata Weitere Informationen zu diesem Begriff finden Sie im Bestimmungsschlüssel.
nach oben Genetische Verwandtschaft genetic relationship k e i n e Angabe Im hier besprochenen Zusammenhang der stammesgeschichtlichen Beziehungen, versteht man unter genetischer Verwandtschaft die Abschätzung der verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen verschiedenen Tier- und Pflanzenarten auf Basis molekulargenetischer Vergleiche. Grundüberlegung dabei ist 1., dass Eigenschaften einer Art von der Erbsubstanz festgelegt werden und 2., dass verwandte Arten sich aus einer gemeinsamen Urart entwickelt haben. Dann sollte grob gesagt der Grad der Ähnlichkeit der Erbsubstanz ein Hinweis auf den Grad der entwicklungsgeschichtlichen Verwandtschaft zweier Arten sein. Technisch wird dabei das Verfahren der DNA- oder RNA-Hybridisierung angewendet.

Wie funktioniert das?
Zunächst ist es günstig, sich einen Abschnitt der Erbsubstanz zu suchen, der funktional ähnlich in möglichst vielen Lebewesen vorkommt - damit man nicht Äpfel mit Birnen vergleicht. Ganz hervorragend eignet sich dazu z.B. die ribosomale RNA (rRNA), weil Ribosomen in allen Lebewesen vorkommen (wenn wir Viren einmal außer Acht lassen) und weil man davon ausgeht, dass Ribosomen im Laufe der Evolution nur einmal "erfunden" worden sind. Bei der Hybridisierung wird ausgenutzt, dass Nukleinsäuren (die Grundbausteine von DNA und RNA) sich auf ganz spezifische Weise "paaren". Ähnlich einem Reisverschluss finden sich passende Nucleinsäurestränge zusammen. Und, genau wie beim Reisverschluss, hält diese Bindung um so besser, je mehr Abschnitte der beiden Stränge zusammen passen bzw. je länger die passenden Abschnitte sind . Bei der Hybridisierung wird die Bindung eines rRNA-Strangs der einen Art an den "Gipsabdruck" der rRNA einer anderen Art gemessen. Je stärker die Bindung, desto ähnlicher die RNA, desto verwandter dei Arten.
nach oben Gewebetiere Eumetazoans Eumetazoa Mehrzellige Tiere, deren Zellen sich mehr oder weniger spezialisiert haben. Mit anderen Worten: Tiere, deren Zellen sich in Geweben organisieren. Genau wie bei den Metazoa, so ist auch bei den Eumetazoa die Meinungsbildung hinsichtlich ihrer Bedeutung noch nicht abgeschlossen. Während die einen auf die Gruppe der Eumetazoa in der Systematik ganz verzichten, unterteilen andere die Metazoa in Porifera (Schwämme) und eben die Eumetazoa.
nach oben Gliederfüßer arthropod Arthropoda Tierstamm, der so artenreiche Gruppen wie die Krebse (Crustaceae), Spinnen und Insekten umfasst. Gekennzeichnet sind sie durch einen segmentierten Körper, einem Aussenskelett und einem Paar "Extremitäten" pro Segment - wobei "Extremitäten" in diesem Fall auch Mundwerkzeuge, Fühler etc. sein können..
nach oben Grasfrosch Commom Frog Rana temporaria Weitere Informationen zu diesem Begriff finden Sie im Bestimmungsschlüssel.
nach oben Grottenolm Human fish Proteus anguinus Schwanzlurch, der in den Kalksteinhöhlen Sloweniens und Kroatiens vorkommt. Bis zu 30cm lang und bis 100 Jahre alt (größtes Höhlentier der Welt). Normalerweise sind Grottenolme unpigmentiert rosa. Erst unter Lichteinfluss bekommen sie eine dunkle Färbung. Seit 1986 ist jedoch eine pigmentierte schwarze Rasse bekannt (Proteus anguinus parkelj).Grottenolme tragen äußere Kiemen. Ihre Augen sind verkümmert und von Haut überwachsen (die pigmentierte Rasse hat voll entwickelte Augen). Grottenolme sind auf absolut sauberes Wasser mit niedrigen Temperaturen angewiesen. Sie bringen ihre Jungen entweder lebend zur Welt (sie schlüpfen im Moment der Eiablage) oder sie legen Eier - sie können beides. Zm Aufspüren der seltenen Beute in den Höhlen tragen die Tiere empfindliche Tast- und Elektrosensoren.
nach oben Grünfrösche Green frogs keine Angaben Kleiner Wasserfrosch, Teichfrosch und Seefrosch
nach oben Höhlensalamander Cave Salamanders Speleomantes Höhlensalamander sind eine Gruppe von Schwanzlurchen, deren Arten in Amerika und Südeuropa verbreitet sind. Der hier aufgeführte lateinische Begriff Speleomantes steht übrigens nur für die Gattung der >em>europäischen Hölensalamander<\em>. In Europa kommen 6 Arten der Höhlensalamander vor (Gattung Süeleomantes). Sie leben in Teilen Italiens und Süostfrankreichs in Höhlen oder deren Nähe, sind vorwiegend nachtaktiv und besitzen keine Lungen mehr. Bestimmung sehr schwierig.
nach oben Kammolch Northern Crested Newt / Warty Newt Triturus cristatus Weitere Informationen zu diesem Begriff finden Sie im Bestimmungsschlüssel.
nach oben Kaulquappe Tadpole keine Angabe Die Larven der Lurche werden Kaulquappen genannt. Im Rahmen der Metamorphose wandeln sich die Kaulquappen in die erwachsene Lebensform um.
nach oben Kiefermäuler Gnathostomes Gnathostomata Tiere mit einem knöchernen oder knorpeligen beweglichen Unterkiefer (z.B. Fische, Lurche (Amphibien), Kriechtiere (Reptilien), Vögel (Aves) und Säugetiere (Mamalia).
nach oben Kleiner Grünfrosch Pool Frog Rana lessonae Weitere Informationen zu diesem Begriff finden Sie im Bestimmungsschlüssel.
nach oben Kleiner Wasserfrosch Pool Frog Rana lessonae Weitere Informationen zu diesem Begriff finden Sie im Bestimmungsschlüssel.
nach oben Kloake Cloaca keine Angabe Wenn Geschlechtsprodukte (Eier oder Sperma) an der selben Stelle den Körper verlassen wie Urin und Kot, so nennt man diese Stelle Kloake.
nach oben Knoblauchkröte Common Spadefoot Pelobates fuscus Weitere Informationen zu diesem Begriff finden Sie im Bestimmungsschlüssel.
nach oben Kreuzkröte Natterjack Bufo calamita Weitere Informationen zu diesem Begriff finden Sie im Bestimmungsschlüssel.
nach oben Kröten Toads Bufonidae, Discoglossidae, Pelobatidae Der Begriff Kröten findet im wissenschaftlichen Sprachgebrauch keine wirkliche Entsprechung. Vielmehr werden Tiere, die im Volksmund als Kröten bezeichnet werden in unterschiedlichen systematischen Gruppen geführt: Echte- und unechte Kröten sowie Scheibenzüngler.
nach oben Krötenfliege / Krötengoldfliege / Waldgoldfliege toad fly Lucila bufonivora Krötenfliegen schillern metallisch. Sie gehören zur Gruppe der Schmeißfliegen (Caliphonidae). Krötenfliegen befallen bevorzugt Erdkröten, seltener auch andere Kröten (Bufo, Alytes) und Frösche (Rana). Die Eier werden auf dem Körper der Wirtstiere abgelegt. Nach dem Schlupf kriechen die Maden über die Nasenlöcher ins Körperinnere und beginnen das Opfer von innen auf zu fressen. Wenige Tage später stirbt das befallene Tier. Die Fliegenlarven fressen den Kadaver vollends aus und verpuppen sich dann im Boden.
Neben Lucila bufonivora gibt es weitere parasitierende Insekten, die ein ähnliches Schadbild hervorrfen.
nach oben Körperbau Anatomy Anatomie Wissenschaft vom Körperbau der Lebewesen.
nach oben Landtracht keine Angabe keine Angabe Wenn sich das Ausshen von Molchen zur Laichzeit ändert, dann spricht man von Wassertracht (=Hochzeitskleid) und Landtracht (=übrige Zeit). In der Landtracht ist die Haut dicker und drüsenreicher, Schwimmhäute und Flossensäume fehlen.
nach oben Laubfrosch Common Tree Frog Hyla arborea Weitere Informationen zu diesem Begriff finden Sie im Bestimmungsschlüssel.
nach oben Lissamphibien lissamphibians Lissamphibia Die "echten" Amphibien. Das heißt die, deren Bauplan einer der heute vorkommenden Gruppen entspricht (Froschlurche, Schwanzlurche oder Blindwühlen). Andere Bezeichnung für "Ampibia" in der Systematik.
nach oben Lungenfische Lungfish Dipnoi Drei Gattungen, die heute noch auf der Erde vorkommen: Protopterus (Afrika), Lepidosiren (Südamerika) und Neoceratodus (Australien).
nach oben Lurche Amphibians Amphibia Klasse der Wirbeltiere. Einzige Gruppe der heute lebenden Landwirbeltiere ohne Amnion. Auch in anderen Details wird die nahe Verwandtschaft zu den Fischen deutlich. Alternative Bezeichnung: Lissamphibia.
nach oben Magnetkompass magnetic compass keine Angabe Die Erde ist ein riesiger Magnet. Zwischen dem magnetischen Nord- und Südpol verlaufen die Feldlinien. Wir Menschen machen uns diese Feldlinien beim Magnetkompasses zu Nutze. Damit sind wir auch ohne genaue Kenntnis der aktuellen Position in der Lage festzustellen, wo Norden oder eine beliebige andere Himmelsrichtung ist. Auch bei Tieren - nicht zuletzt Amphibien - wurde die Verwendung eines Magnetkompasses zur Orientierung nachgewiesen. Zwei Besonderheiten zeichnen den Magnetkompass der Tiere aus (zumindest bei Vögeln und Amphibien): 1. Es wird nicht die Polarität der Magnetfeldlinien ausgewertet sondern der Winkel, in dem die Feldlinien auf die Erdoberfläche treffen. 2. Die Genauigkeit des Magnetkompasses kann durch die Wellenlänge des Lichtes beeinflusst werden (langwelliges Licht macht den Kompass ungenauer) Wie der Kompass genau funktioniert und wo er sitzt ist unklar. Denken sie nur an die äußerst kleinen Änderungen im Magnetfeld, die für eine exakte Orientierung erkannt werden müssen. Die natürlich vorkommenden Störungen im Magnetfeld dürfen diesen Mechanismus nicht beeinträchtigen. Bei Amphibien spielt das Pinealorgan bei der Kompassorientierung eine Rolle. Bei Vöglen (Rotkehlchen) wurde kürzlich eine Komponente des Kompasses im (rechten) Auge entdeckt.
nach oben Metamorphose Metamorphosis Metamorphose Umwandlung eines Larvenstadiums in die erwachsene Lebensform. In der Regel ist das Larvebstadium dadurch gekennzeichnet, dass es nicht fortpflanzungsfähig ist. Die Geschlechtsreife tritt meist erst nach der Metamorphose ein. Bei einigen Amphibien verläuft die Metamorphose nur teilweise oder unterbleibt ganz (sog. Neotenie (siehe in diesem Wörterbuch)).
nach oben Molche Newts Salamandridae Molche bilden zusammen mit den Salamandern die Familie der Salamandridae, Insofern passt der hier verwendete lateinische Begriff nicht ganz zu den deutschen und englischen Angaben, die die eigentlichen Molche meinen. Molche in diesem engeren Sinne sind die Schwanzlurche mit einem Schwanz, der im Querschnitt nicht rund ist.
nach oben Moorfrosch Moor Frog Rana arvalis Weitere Informationen zu diesem Begriff finden Sie im Bestimmungsschlüssel.
nach oben Nasenöffnungen, innere Choana Choanae Paarige Verbindung zwischen Nasenhöhle und Mundhöhle / Rachenraum. Erst mit Choanen kann durch die Nase geatmet werden. Das unterstützt den Riechvorgang. Außerdem ermöglichen die Choanen einen verbesserten Verdunstungsschutz beim Atmen an Land, weil das für den Nahrungserwerb oft große Maul beim Atmen nicht geöffnet bleiben muss .
nach oben Neotenie Neoteny Neotenie Eintritt der Geschlechtsreife im Larvenstadium. Kommt bei Lurchen in unterschiedlicher Ausprägung vor. Bei manchen Arten / in bestimmten Populationen ist Neotenie die Regel. Bei anderen Arten stellt Neotenie eine Entwicklungsstörung dar bei der die Geschlechtsreife oft aus bleibt. Dazwischen gibt es alle Abstufungen: Gelegentliche N., teilweise N. (solche Tiere bleiben auf dem Weg von der Larve (Kaulquappe) zum erwachsenen Tier auf einer bestimmten Stufe "stecken").
nach oben Neumünder / Zweimünder Deuterostomians Deuterostomia Nach der Befruchtung der Eizelle beginnt diese sich zu teilen. Die Zellen ordnen sich zunächst in Form einer Hohlkugel an. Im nächsten Schritt stülpt sich diese Hohlkugel ein. Die Stelle der Einstülpung wird Urmund genannt (die Einstülpung selbst bildet den Urdarm). Bei den Neumündern wird der Urmund im Laufe der weiteren Entwicklung zum After, der Mund entsteht neu.
nach oben Orientierung orientation keine Angabe In wissenschaftlichen Veröffentlichungen wird häufig zwischen Orientierung und Navigation unterschieden. Unter Orientierung versteht man dabei die Fähigkeit, eine bestimmte Richtung zu erkennen und einzuhalten. Navigation dagegen ist das Festlegen der richtigen Richtung zum Ziel. Wir Menschen betreiben in diesem Sinne Orientierung, wenn wir mit dem Kompass im Gelände unterwegs sind.
nach oben Polarisation polarization keine Angabe Licht ist eine Welle. Normalerweise schwingen die Wellen des Lichts alle in verschiedenen Richtungen. Bei polarisiertem Licht dagegen schwingen die Wellen aller Strahlen in der selben Richtung. Die Polarisationsebene des Lichtes (=die Schwingungsrichtung) am Himmel kann dazu benutzt werden, die Position der Sonne heraus zu finden - wenn diese z.B. hinter Bäumen, Häusern etc. versteckt ist. Aus der Position der Sonne kann im Zusammenspiel mit der Tageszeit die Himmelsrichtung bestimmt werden.
nach oben Quastenflosser Coelacanths Crossopterygii Fischgruppe, von der heute soweit bekannt zwei Arten auf der Erde vorkommen: Latimeria chalumnae (Komoren-Quastenflosser (Comoros Coelacanth)) und Latimera menadonensis (Sulawesi-Quastenflosser (Sulawesi Coelacanth) (wurde erst 1997 entdeckt und 2000 (?) als eigene Art erkannt))... . Das Besondere: Die jüngsten Fossilien (Versteinerungen) dieser Tiere, sind ca. 80 Millionen Jahre alt. Bevor der erste lebende Quastenflosser 1938 als solcher identifiziert worden ist, galt die Tiergruppe daher seit dieser Zeit als ausgestorben. Heute gelten die Rhipidista - eine ausgestorbene süßwasserbewohnende Quastenflossergruppe - neben den Lungenfischen als die wahrscheinlichsten Stammväter der Landwirbeltiere.
nach oben rezent recent rezent Tier- und Pflanzenarten, die heute auf der Erde vorkommen - egal ob im Zoo oder in freier Wildbahn.
nach oben Rotbauchunke Fire-Bellied Toad Bombina bombina Weitere Informationen zu diesem Begriff finden Sie im Bestimmungsschlüssel.
nach oben Salamander Salamanders Salamandridae Gleich vorweg: Der lateinische Begriff Salamandridae steht für die Familie der Salamander und Molche. Wogegen die beiden anderen Begriffe für die eigentlichen Salamander stehen. Salamander in diesem engeren Sinne sind die Schwanzlurche (sie in diesem Wörterbuch), die einen kreisrunden Schwanzquerschnitt haben.
nach oben Salientia salientia Salientia Eine Gruppe der Amphibien, von denen heute nur noch die Froschlurche auf der Erde vorkommen.
nach oben Scheibenzüngler Firebellied toads Discoglossidae Die Scheibenzüngler sind eine Familie der Froschlurche. Vertreter in Deutschland sind die Geburtshelferkröte und die Unken (Rot- und Gelbbauch sowie die Knoblauchkröte). Das namensgebende Merkmal der Scheibenzüngler ist ihre runde großflächig am Mundboden festgewachsene Zunge.
nach oben Schwanzlurche Urodele amphibians, Salamanders Urodela, Caudata Lurche, die im Erwachsenenalter einen deutlich sichtbaren Schwanz tragen (Salamander, Molche...).
nach oben Seefrosch Marsh Frog Rana ridibunda Weitere Informationen zu diesem Begriff finden Sie im Bestimmungsschlüssel.
nach oben Sonnenkompass sun compass keine Angabe Schon die Pfadfinder lernen es: Mit Hilfe einer Uhr und der Sonne lässt sich die Himmelsrichtung bestimmen. Diese Tatsache nutzen auch Amphibien. Ihre innere Uhr ist der notwendige Zeitgeber. Allerdings funktioniert ihr Sonnenkompass auch dann, wenn die Sonne gar nicht direkt zu sehen ist. Lurche sind in der Lage, das Polaristaionsmuster des Sonnenlichts am Himmel auszuwerten. Es erlaubt Rückschlüsse auf die Position der Sonne. Sitz sowohl der inneren Uhr als auch des Polarisationssensors ist wahrscheinlich die Gegend um das Pinealorgans (siehe in diesem Wörterbuch).
nach oben Spermatophore spermatophore Spermatophore Spermatophoren sind Gebilde, die als Spermaträger fungieren. Die Spermien sind dabei in einem verklebten Sekret eingeschlossen. Die Spermatophoren werden vom Weibchen als Ganzes aufgenommen.
nach oben Springfrosch Agile Frog Rana dalmatina Weitere Informationen zu diesem Begriff finden Sie im Bestimmungsschlüssel.
nach oben Teichfrosch Edible Frog Rana esculenta / Rana kl. esculenta Weitere Informationen zu diesem Begriff finden Sie im Bestimmungsschlüssel.
nach oben Teichmolch Smooth newt Triturus vulgaris Weitere Informationen zu diesem Begriff finden Sie im Bestimmungsschlüssel.
nach oben Tiere Animals Animalia Heute existieren mehrere verschiedene Ansichten darüber, was Tiere sind. Die einen stellen sie innerhalb der Eukaryonten (Lebewesen, deren Zellen u.a. einen echten Kern haben) den Pflanzen und Pilzen gegenüber. Die anderen sind Einzeller keine Tiere. Für die Anhänger dieser denkrichtung sind Vielzeller und Tiere zwei Begriffe für die selbe Lebensform. Sie unterteilen die eukaryontischen Lebewesen demnach in Pflanzen, Pilze, Tiere (Vielzeller) und Protisten (Protisten sind die eukaryontischen Einzeller).
In jedem Fall sind Tiere dadurch gekennzeichnet, dass sie - zumindest in bestimmten Entwicklungsphasen - in der Lage sind, ihren Aufenthaltsort aktiv zu verändern (Fortbewegung), dass Sauerstoff zur Energiegewinnung nutzen (Atmung), dass ihre Zellen keine Zellwände haben, wie das bei Pflanzen und Pilzen der Fall ist und dass sie Energie nicht durch Photosynthese gewinnen.
nach oben triploid triploid triploid Die Erbinformationen werden bei Eucaryonten (siehe in diesem Wörterbuch) in Form einzelner Chromosomen im Zellkern abgelegt. In einem Satz solcher Chromosomen ist der Bauplan des ganzen Individuums enthalten. Die meisten Eukaryontenzellen enthalten den Chromosomensatz doppelt. Sie sind diploid. Einige Lebewesen enthalten jedoch mehr als zwei Chromosomensätze pro Zelle, Sind es drei Sätze, spricht man von triploiden Individuen. Beim Teichfrosch kommen solche triploiden Individuen vor. Zwei der Chromosomensätze stammen dabei von einer Elternart, der andere Satz von der anderen.
nach oben ursprünglich, primitiv, nieder primitiv keine Angabe In der biologischen Systematik geht es heute darum, heraus zu finden, welche Lebensform mit welcher anderen in welcher Weise verwandt ist. Diese verwandtschaftlichen Beziehungen werden in Form eines Stammbaums dargestellt. Lebewesen, die in diesem Stammbaum weiter unten stehen, gelten seit der Zeit, als der Mensch als "Krönung der Schöpfung" installiert wurde, als primitiver als die weiter oben stehenden. Zumal dann, wenn sie die Merkmale, die als "ursprünglich" für eine Gruppe erkannt worden sind, noch heute ausprägen. Eigentlich sollten wertende Begriffe wie "primitiv", "nieder" oder "höher" in wissenschaftlichen Betrachtungen zur biologischen Systematik heute nicht mehr benutzt werden. Schließlich kann es nur darum gehen, wie welche Lebensform den Anforderungen ihrer Zeit gerecht wurde oder noch immer wird.
nach oben Vielzeller Metazoans Metazoa Vielzeller sind tierische Organismen, die sich aus einer einzelnen Zelle (Eizelle) durch fortlaufende Teilung entwickeln, wobei die entstehenden Tochterzellen zusammen bleiben. Zu den Vielzellern gehören alle Tier, die wir gemeiinhin kennen: Schwämme (Porifera), Nesseltiere (Cnidaria (Quallen und Polypen)), Rippenquallen (Ctenophora) und Würmer, Insekten, Spinnen, Wirbeltiere... .
Übrigens: Pilze und Pflanzen sind im hier beschriebenen Sinne keine Vielzeller!
nach oben Vierbeiner Tetrapods Tetrapoda / Stegocephali Alle Wirbeltiere mit vier Gliedmaßen: Lurche (Amphibien), Kriechtiere (Reptilien), Vögel (Aves) und Säugetiere (Mamalia). Dazu gehören auch Tiere, deren Gliedmaßen im Laufe der Evolution mittlerweile umgewandelt oder vollständig zurückgebildet worden sind (Blindwühlen, Schleichen, Schlangen, Robben, Wale...).
nach oben Wasserfrosch Edible Frog Rana esculenta / Rana kl. esculenta Weitere Informationen zu diesem Begriff finden Sie im Bestimmungsschlüssel.
nach oben Wassertracht keine Angabe keine Angabe Wenn sich das Ausshen von Molchen zur Laichzeit ändert, dann spricht man von Wassertracht (=Hochzeitskleid) und Landtracht (=übrige Zeit). In der Wassertracht ist die Haut meist dünner, Schwimmhäute sind zwischen den Zehen, auf Rücken und Schwanz werden mehr oder weniger auffällige Flossensäume getragen.
nach oben Wechselkröte Green Toad Bufo viridis Weitere Informationen zu diesem Begriff finden Sie im Bestimmungsschlüssel.
nach oben Wirbellose Invertebrates keine Angabe Alle mehrzelligen Tiere, die kein Achsskelett haben. Also angefangen bei den Schwämmen, Nesseltieren (Quallen, Polypen), Hohltieren (Seeigel, Seesterne) über verschiedene Würmer, Muscheln, Schnecken und Kopffüßler (Kraken, Tintenfische...) bis hin zu Spinnen und Insekten.
nach oben Wirbeltiere Vertebrates Vertebrata Das wichtigste Erkennungsmerkmal der Wirbeltiere ist der knöcherne oder knorpelige Schädel, der das Gehirn umschließt (daher auch der andere Name "Schädeltiere"). Zu ihnen gehören u.a. die Neunaugen, die Fische, die Lurche (Amphibien), die Kriechtiere (Reptilien), die Vögel (Aves) und die Säugetiere (Mamalia).
nach oben Zirbeldrüse, Scheitelauge, Pinealorgan Pineal Organ Epiphyse Die Epiphyse ist bei uns Menschen eine Drüse, die unseren internen Biorhythmus (z.B. Tagesrhythmus) beeinflusst. Bei Amphibien (und anderen Tieren) ist die Epiphyse und ihre Umgebung licht- und / oder magnetisch empfindlich.